WM-Gold für die Schmetter-Königin
... Die 22-jährige Indiaca-Spielerin aus Kamen gewann am zurückliegenden Sonntag mit der deutschen Mixed-Nationalmannschaft den WM-Titel in der offenen Klasse. Im mit Spannung erwarteten Endspiel setzte sich die deutsche Mixed-Nationalmannschaft gegen Estland durch. Knapp 1 000 Zuschauer haben das Finale in Luxemburg (Ettelbrück) verfolgt. Rund 200 davon stammten auch Deutschland. "Eine wahnsinnige und atemberaubende Stimmung, wie man sie bei uns überhaupt noch nie erlebt hat", beschrieb Schmidt, die das Trikot des CVJM Kamen trägt, das prickelnde Gänsehautgefühl. Die Kamenerin kam in allen WM-Spielen zum Einsatz. Dass Schmidt derart stark bei ihrem WM-Debüt aufgetrumpft hat, ist sicherlich auch ihrer Volleyball-Erfahrung zu verdanken. Mit der zweiten Mannschaft des SuS Oberaden schaffte sie in der vergangenen Saison den Aufstieg in die Bezirksliga. Die Netzhöhe, die Angriffsschläge, das Blocken und Baggern sind ihr daher bestens vertraut. Die blonde Schmetter-Königin ist jetzt mit WM-Gold dekoriert worden.
Ebenfalls gehörten die Kamener David Bauer und Stephan Ostermann zur zehnköpfigen Nationalmannschaft, die von Danny Thiele, ebenfalls ein Kamener, trainiert wird. Eine Art Hattrick feierte darüber hinaus Stephan Ostermann. Er nahm zum dritten Mal in Folge an einer WM (2001, 2004, 2008) teil und gewann zum dritten Mal eine Goldmedaille (zweimal in der Männerklasse, jetzt im Mixed).
Die deutschen Indiaca-Spieler standen bei der WM in Luxemburg in allen sechs Endspielen und waren damit so erfolgreich wie nie zuvor. Insgesamt sicherten sie sich fünfmal den WM-Titel und einmal den Vize-Titel. Dass es ausgerechnet in der Männer-Klasse nach den WM-Siegen von 2001 und 2004 diesmal lediglich für die Silbermedaille reichte, war vor allem für Dirk Marquardt, unter anderem auch Vorsitzender des CVJM Kamen, ein Stich ins Herz.
"Dass es nur Silber gab, tut schon weh"
Bei den beiden WM-Siegen stand er jeweils als Nationaltrainer an der Seitenlinie. "Dass es jetzt nur für die Silbermedaille gereicht hat, tut schon weh", gestand Marquardt, der die WM-Spiele in Luxemburg live verfolgt hat. Eine weitere Goldmedaille mit Kamener Beteiligung gab es in der Frauen-Klasse. Hier gehörte Nicole Janetzki, die für den CVJM Kamen spielt und in Bochum wohnt, zum Team des frisch gebackenen Weltmeisters.
Die Nationalmannschaft pausiert in den nächsten Monaten. "Erst muss geklärt werden, wer das Nationalteam trainieren wird", erläuterte Schmidt. Mit dem CVJM Kamen wird die Weltmeisterin im September wieder in der Meisterschaftsbetrieb einsteigen. "Darauf freue ich mich schon riesig", führte Schmidt abschließend aus. Weitere Infos im Internet unter "www.indiaca-dtb.de" und "www.wm2008.lu".







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