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Rubrik 'Sportnachrichten lokal' - HZ - 02.09.2008
Der Titel ging nach Luxemburg
Spieler aus dem Kreis Heidenheim waren bei der Indiaca-WM stark vertreten
Der Titel ging nach Luxemburg
Bei der Indiaca-WM im luxemburgischen Ettelbrück war der Kreis Heidenheim mit insgesamt neun Spielern bzw. Trainern stark vertreten. Einziger Wermutstropfen: Ausgerechnet in der Herrenklasse ging der Titel an die Gastgeber.
Im Jahre 2000 wurde in Berlin die Internationale Indiaca Federation (IIA) gegründet und heute wird in vielen Ländern Indiaca gespielt. Allein in Japan gibt es über eine Million aktive Spieler, sehr verbreitet ist Indiaca außer in Deutschland auch in Estland, Brasilien, Polen, der Schweiz und der Slowakei.

Bei der 3. WM in Luxemburg wurde in sechs Kategorien gespielt. Jeweils in der offenen Klasse und in der Seniorenklasse (über 40 Jahre) gab es Wettbewerbe für Damen, Herren und gemischte Mannschaften (Mixed).

Aber die „Königsklasse“ ist natürlich die der aktiven Herren und hier trat Deutschland mit Bundestrainer Matthias Brodbeck aus Söhnstetten, der die Mannschaft in den letzten drei Jahren intensiv vorbereitet hatte, als Titelverteidiger an. Aus dem Kreis Heidenheim waren außerdem mit Andreas Maurer und Ralf Starzmann (beide Söhnstetten) zwei Spieler dabei.

In der Vorrunde konnte die Mannschaft gegen Japan (2:0), Estland (2:0), Polen (2:0), Schweiz (2:0) und Luxemburg (2:1), verlor nur gegen Luxemburg einen Satz und zeigte insbesondere im Spiel gegen Vizeweltmeister Estland eine hochklassige Leistung (25:11 und 25:14).

Im Halbfinale traf man erneut auf die Mannschaft der Schweiz. Die Eidgenossen haben seit der WM 2004 in Japan große Fortschritte gemacht und sorgten auch in den anderen Kategorien die für Überraschungen. Deutschland wurde seiner Favoritenstellung gerecht und gewann erneut.

Finalgegner war Gastgeber Luxemburg, das sich gegen die Esten durchsetzen konnte. In einer spannenden Partie konnten die Luxemburger diesmal ihren Heimvorteil nutzen. Sie spielten nahezu fehlerfrei und konnten nicht zuletzt durch die Unterstützung der luxemburgischen Fans, die die Halle zu einem Tollhaus werden ließen, ihren ersten WM-Titel erringen.

Die Enttäuschung bei den deutschen Herren war groß, wollte man doch erneut die begehrte Trophäe nach Hause bringen. Letztlich freute sich die Mannschaft aber auch über die Vizeweltmeisterschaft und tröstete sich damit, gegen eine an diesem Tag großartig aufspielende luxemburgische Mannschaft nur äußerst knapp verloren zu haben.

Die nächste Weltmeisterschaft findet 2012 in Deutschland statt. Bis dahin will Bundestrainer Mathias Brodbeck eine neue Mannschaft formieren und seinerseits den Heimvorteil nutzen, um den WM-Titel, den er 2004 als Spieler in Japan gewinnen konnte, wieder nach Deutschland zu holen.

In den Seniorenklassen holten sich die deutschen Mannschaften alle drei Titel: Bei den Damen spielte Heidrun Jäger (Heldenfingen) als zuverlässige Stellspielerin eine überragende Rolle. Bei der Mixed-Kategorie hatten mit Karin Gnann (Holzheim) und Jörg Großhans (Heldenfingen) ebenfalls zwei Spieler aus dem Kreis Heidenheim großen Anteil am Titelgewinn. Bei den Herren waren mit Friedrich Mutschler (Gussenstadt), Paul Großhans (Heldenfingen) und Holger Wegmann (Oggenhausen) gleich drei Spieler am Gewinn beteiligt.

Als Schiedsrichter waren Jörg Großhans und Mathias Brodbeck, der seine Prüfung zum internationalen Schiedsrichter mit Erfolg ablegte, im Einsatz.

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